Klassischer Phin, heiß oder auf Eis
Blooming, auffüllen und etwa 5 Minuten tropfen lassen. Nach Lust und Laune Kondensmilch und Eis dazu.
⏱️ 10 minLeicht
Startrezept
20 g Kaffee + 100 g Wasser mit 93 °C (199 °F), mit 20 g fürs Blooming, durchgetropft in 4–6 Minuten.
Mahlgrad: Mittelfein, wie Speisesalz
Du brauchst
- 20 g Kaffee, mittelfein gemahlen (wie Speisesalz)
- Einen Phin-Filter (mit Schraub- oder Schwerkrafteinsatz)
- Einen Wasserkocher
- Ein stabiles Glas oder eine Tasse, auf der der Phin fest sitzt
- Optional: eine Küchenwaage
- Optional: 1–2 Esslöffel gesüßte Kondensmilch und ein Glas mit Eis
Schritt für Schritt
Phin und Tasse vorwärmen
Wasser aufkochen und etwa 30 Sekunden stehen lassen, damit es ungefähr 93 °C hat. Gieß ein wenig durch den Phin in deine Tasse, um alles vorzuwärmen, und leer die Tasse dann. Wenn du Kondensmilch nimmst, gib sie jetzt in die Tasse.
Kaffee einfüllen
Gib 20 g Kaffeemehl in die Phin-Kammer und schüttel sie leicht, damit es eben liegt.
Einsatz sanft auflegen
Leg den Presseinsatz auf den Kaffee. Einen Schwerkrafteinsatz einfach aufliegen lassen. Einen Schraubeinsatz drehen, bis er den Kaffee leicht berührt, ohne ihn fest zusammenzudrücken.
Zu festes Andrücken ist der häufigste Grund, warum ein Phin kaum tropft.
Blooming
Stell den Phin auf deine Tasse und gieß etwa 20 g Wasser auf, gerade genug, um den Kaffee anzufeuchten. Warte, während er aufquillt.
40 sAuffüllen
Gieß die restlichen 80 g Wasser auf, bis die Kammer voll ist, und setz den Deckel auf, damit die Wärme drinbleibt.
Tropfen lassen
Lass ihn in Ruhe. Er sollte gleichmäßig tropfen, etwa ein bis zwei Tropfen pro Sekunde, und nach 4–6 Minuten fertig sein. Nicht rütteln und nicht anheben.
Der Phin ist heiß. Heb ihn am Rand der Platte an und stell ihn auf den umgedrehten Deckel.
5:00Servieren
Nimm den Phin ab. Heiß: Kondensmilch einrühren und genießen. Auf Eis: gut umrühren und dann über ein Glas voller Eis gießen.
Probieren und anpassen
Sauer oder tropft schnell? Feiner mahlen oder den Einsatz etwas fester aufsetzen. Bitter oder tropft kaum? Gröber mahlen oder den Einsatz lockern.
Häufige Fehler
- Den Einsatz fest herunterschrauben, sodass der Kaffee kaum tropft und bitter wird.
- Das Blooming auslassen, sodass das Wasser ungleichmäßig durchläuft.
- So fein wie für Espresso mahlen, das verstopft die Löcher.
- Den Phin auf einem schmalen Glas balancieren, wo er kippen kann.
- Den Phin beim Tropfen anheben oder darin herumstochern.
Schmeckt nicht? So klappt's
| Wenn es… | Probier das |
|---|---|
| Sauer oder dünn | Etwas feiner mahlen oder den Einsatz einen Hauch fester aufsetzen, damit das Wasser länger im Kaffee bleibt. |
| Bitter oder kratzig | Etwas gröber mahlen oder den Einsatz lockern, damit es etwas schneller tropft. |
| Zu schwach | Mehr Kaffee für die gleiche Wassermenge nehmen, zum Beispiel 22 g statt 20 g. |
| Zu stark | Etwas weniger Kaffee für die gleiche Wassermenge nehmen oder einen Schluck heißes Wasser oder mehr Eis dazugeben. |
| In unter 3 Minuten durchgetropft | Feiner mahlen und darauf achten, dass der Einsatz satt auf dem Kaffee sitzt. |
| Tropft kaum, über 7 Minuten | Gröber mahlen und den Schraubeinsatz lockern. Spül die Löcher aus, wenn sie mit altem Kaffeemehl verstopft sind. |
Begriffe, die du hören wirst
- Phin
- Der vietnamesische Tropffilter: eine Kammer mit Löchern, eine Platte, auf der sie sitzt, ein Presseinsatz und ein Deckel.
- Presseinsatz
- Die gelochte Scheibe, die oben auf dem Kaffee liegt. Manche werden festgeschraubt, andere liegen nur durch ihr Gewicht auf. Sie bestimmt, wie schnell das Wasser fließt.
- Blooming
- Ein kleiner erster Aufguss, der den Kaffee nur anfeuchtet. Frisches Kaffeemehl bläht sich auf und gibt Gas ab, damit der Rest des Wassers gleichmäßig fließt.
- Tropfrate
- Wie schnell der Kaffee heraustropft. Gleichmäßige Tropfen, etwa ein bis zwei pro Sekunde, sind ein gutes Zeichen.
- Brühverhältnis
- Wassergewicht geteilt durch Kaffeegewicht. Ein Phin ist stark: etwa 1:5, also 20 g Kaffee auf 100 g Wasser.
- Extraktion
- Wie viel Geschmack das Wasser aus dem Kaffeemehl löst. Unterextrahiert schmeckt sauer und dünn, überextrahiert bitter und trocken.